Mops-Blöcke

Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.


Legende des Bischofs von São Paulo an der Goethe-Universität

Geschrieben von: DS Samstag, den 14. Februar 2015 um 00:52 Uhr

Wolfgang Schuler alias "Kardinal von Sao Paolo und Osnabrück"

 

Wolfgang Schuler alias "Kardinal von Sao Paolo und Osnabrück"
Freund Wolf Paul aus Frankfurt, Wahlbrasilianer, westfälisch unterkühlter Spötter, Feinst-Schmecker, Feinst-Trinker und Feinst-Raucher, Satiriker mit begründeten misanthropischen Anfällen, hat mir eine theologische Köpinickiade geschickt. Der Schuster Friedrich Wilhelm Vogt hat seinerzeit mit seiner Gaukelei den preußischen Untertanengeist decouvriert und die autoritäre Obrigkeit der Lächerlichkeit preisgegeben. Der falsche Bischof hatte offenbar weniger Appetit auf Ideologie als auf ein gutes Essen und ein warmes Bett. Aber notierungswürdig sind die Wunder, die man mit geweihten Röcken immer noch erzielen kann gleichwohl. Lies hier ...

 

Immerhin

Geschrieben von: DS Sonntag, den 18. Januar 2015 um 11:22 Uhr

Benjamin Lahusen, Alles Recht geht vom Volk aus

Die deutsche Rezensionskultur, das ist unbestritten, lässt zu wünschen übrig. Ein Autor handelt sich entweder das mainstream-Urteil ein, dass seine Arbeit zwar zu kritisieren, aber letztlich doch auch positiv zu bewerten sei oder er hört überhaupt nichts aus seiner friedlich schlummernden community oder er erfährt unkritisches Lob, das ihm die Förderung verweigert oder erlebt einen donnernden Verriss - ebenfalls ohne Förderung.

Aber es gibt auch Ausnahmen, immerhin! Dazu  hier....

   

Freund Markschies

Geschrieben von: DS Dienstag, den 21. Oktober 2014 um 18:24 Uhr

kameradschaftEine Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie tagt. Sie befasst sich mit dem Thema „Zitat und Paraphrase“. Auch der unaufmerksame Zeitgenosse ahnt, daß er hier einen Decknamen für ein Phänomen vor sich hat, das landläufig als Plagiat bezeichnet wird.

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Sind Akademien noch zeitgemäß?

Geschrieben von: DS Mittwoch, den 30. Juli 2014 um 11:41 Uhr

Brief an eine ehrgeizige Freundin

"Die Schule von Platon" von Raffael

   

Launische Natur

Geschrieben von: DS Sonntag, den 27. Juli 2014 um 16:36 Uhr

Justian I mit seinen beamten
Als Jurist vor Nichtjuristen über juristisches Denken zu reden ist Selbstfolterung. Vor sich sieht man die amüsiert-verständnislos-mitleidigen Gesichter des Publikums, hinter sich hört man das hämisch-kritische Gezischel der Kollegen über die Trivialisierungen,  Simplifizierungen und Plattitüden eines Möchtegern-Professionellen. Ich habe es immer wieder einmal versucht und war immer überrascht vom Ausmaß des Nichtgelingenwollens. Anbei ein vorerst letzter Versuch.

 

 
 

Tempora mutantur

Geschrieben von: DS Dienstag, den 06. Mai 2014 um 22:29 Uhr

Eine Einladung zog mich nach Frankfurt am Main. An die Goethe Universität, zu meinem ehemaligen „Fachbereich“, der juristischen Fakultät. Lange bin ich nicht mehr bei einer Veranstaltung der Fakultät gewesen. 1991 schon, glaube ich, bin ich ausgeschieden und in die Max Planck-Gesellschaft übergewechselt. Aber auch meine alten Kollegen amtieren längst nicht mehr. Sind im Ruhestand oder tot. Man sieht sich bei Beerdigungen.

Studentenrevolte

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Grief

Geschrieben von: DS Samstag, den 12. April 2014 um 16:21 Uhr

RMK

Rainer Kiesow ist aus dem Mops-block verschwunden. Hat sich nach Frankreich abgesetzt und tummelt sich jetzt dort unter den französischen Intellektuellen an der sattsam bekannten und zu Recht einigermaßen berühmten EHESS. Ganz freiwillig war diese Emigration nicht. Schließlich ist RMK Deutscher und hätte seine nicht gerade geringen Fähigkeiten gern der deutschen Universitätswelt zur Verfügung gestellt. Aber die meinte, sie könne es sich leisten, auf ihn zu verzichten und ihn den Franzosen, die rasch und mit Vergnügen zugegriffen haben, überlassen.

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Friedrich Carl von Savigny

Geschrieben von: DS Freitag, den 24. Januar 2014 um 20:18 Uhr

Friedrich Carl von Savigny, das weiß jeder Jurastudent, der auch nur kurz eine rechtshistorische Vorlesung ausgesessen hat, war in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. ein großer und wichtiger Jurist. Wie und womit er heute noch groß und wichtig sein mag, kann man der Biographie von Benjamin Lahusen (Alles Recht geht vom Volksgeist aus, 2013) entnehmen. Wem auch diese 180 Seiten noch zu viel der Mühe bedeuten, liest Lahusen, Friedrich Carl von Savigny und sein Einfluß auf die heutige Rechtswissenschaft, Myops 20, 2014, 5 - 19.

buecher

Wer wissen möchte, wo Savigny unwichtig und unbedeutend ist,

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